Knappe Übersicht zur Sonderwegstheorie, Quelle: www.lehrerfortbildung-bw.de

Deutscher Sonderweg Uebersicht Vertreter Aspekte Vergleich.docx (21,2 KiB)

HA zur nächsten Stunde

Um ganz sicherzugehen: Lb. 465 durcharbeiten, damit wir uns dann schnell den Assmännern widmen können. VG Lo

Mythen-Dekonstruktion - Impulse zum Vorgehen

De-Konstruktion von Mythen.docx (14,1 KiB)

Erinnerungskultur und Wartburgfest

Am Bsp. des Wartburgfestes wollen wir die Theorie nun einmal versuchen anzuwenden und zu überprüfen:

Können wir eine Mythisierung im Sinne einer Vereinnahmung des Wartburgfestes feststellen? Existieren verschiedene Vorstellungen vom Vergangenen, hier also vom Wartburgfest? Können wir an Texten erkennen, ob sich im geschichtswissenschaftlichen Sinne bemüht wird, ,,Fakten" möglichst objektiv darzustellen oder ob ein Artikel in ,,Dienstmagdfunktion" (z.B. sprachlich konnotierend, überspitzend; inhaltlich selektierend, schwerpunktsetzend) formuliert wurde?

Basis: wikipedia-Artikel, Abschnitt 2. Spätere Wartburgfeste sowie dieser Text, dieser hier und das. Dazu die zwei Downloads. 

Das wird nur arbeitsteilig gehen: Alle lesen den wiki-Artikel-Abschnitt und dann jeweils 2-3 Mann einen der Texte.

Ziel ist es, dass jeder für den von ihm bearbeiteten Text im Sinne der obigen Fragen erläuternd Stellung nehmen kann. Zeitvorgabe: erfolgt.

HA, dritte Möglichkeit

Wir stellen uns Folgendes vor:
Den Medien haben Sie entnommen, dass der Stadtrat von Detmold beschlossen hat, die Finanzierung des Unterhaltes des Herrmanns-Denkmals einzustellen und die Anlage absehbar zu schließen. Dies wird damit begründet, dass das Denkmal für eine Seite der deutschen Gechichte steht, die im heutigen demokratischen Gemeinwesen der BRD nicht gewürdigt werden muss.

Schreiben Sie einen Brief an den Stadtrat, in dem Sie zu dieser These Stellung nehmen. Versuchen Sie den Stadtrat davon zu überzeugen, diese Entscheidung wieder aufzuheben.

Gut wäre es, wenn hier Wissen zu Mythen und Erinnern schon einfließt.

Für alle 3 HA gilt: Eine davon abgabereif zu Montag.

VG Lo

TB Mythen

Hallo,
anbei wie gewünscht das TB eines älteren Kurses zum Thema Mythen. Damit sollte das für das Abi an Lernstoff abgehakt sein. Wer das TB erklären, zu den Begriffen und Stichworten also Ausführungen machen kann, der sollte gewappnet sein zu Mythen-Theorie.
VG Lo

HA zum 18.12.

DDR und BRD – Nationen? // Die jeweiligen Bevölkerungen – Im „Besitz“ nationaler Identitäten?

Überprüfen Sie schriftlich für DDR ODER BRD.

Orientieren Sie sich dabei an den Merkmalen von Nation/nationaler Identität, wie wir sie aus den Quellen Lb. 267/68 herausgearbeitet haben (Unterricht vom 12.01., 14.08, 16.08. 2017).

Hinweise zu den Merkmalen (Kriterienkatalog au den Quellen) kommen erst am 17.12. abends. Gern zur Kontrolle einsehen.

VG Lo

Nation/nat. Identität

M1 E. Hobsbawm

  • gebunden an Territorialstaat (5f)
  • von oben konstruiert (Konstrukt-Charakter) (14f)
  • von unten zu analysieren (Blick auf „Annahme[n], Hoffnunge[n], Bedürfnisse, Sehnsüchte und Interessen der kleinen Leute“) (16-18)
  • offizielle Ideologie ungleich „reale“ Definition der Identität (27ff)
  • nationale Identität ist dynamisch (Veränderungen unterworfen) (34ff)

M2 B. Anderson

  • Nation ist vorgestellte politische (!) Gemeinschaft (15)
    • abstrakt (nur in den Köpfen) (16ff)
    • ausgrenzend (20ff)
    • „,kameradschaftlicher‘ Verbund von Gleichen“ (30ff) (Fiktion der Brüderlichkeit)

M3 H.-U. Wehler

  • fußend auf althergebrachten, traditionellen „Loyalitätsbindung[en]…, welche Menschen an größere Herrschafts- und Solidarverbände gebunden haben“ (1ff) -> „Loyalitäts- und Zugehörigkeitsgefühl“ (6f) -> Stärkung des Selbstbewusstseins, sofern mit Zugehörigkeit Ansehen und Geltung verbunden (8ff)
  • Nationalismus: „neuartige Loyalitätsverpflichtung“ (20), die in der Q. allerdings unerklärt bleibt

ZF Stundenergebnisse zu Phasen I und II Aufarbeitung

Hallo,
hier noch einmal Thesen, die unser Stundenergebnis widerspiegeln sollen:

1. Spätestens nach den ,,großen" Kriegsverbrecherprozessen lief die ,,offizielle" Denazifizierung aus und der Bevölkerung wurde im Wesentlichen keine individualisierte, intensive Auseinandersetzung mit der eigenen Rolle im III. Reich mehr abverlangt. Die (mehrheitliche) Ablehnung der Kollektivschuldthese durch die Bevölkerung wurde mehr oder weniger stillschweigend geduldet.

2. De facto gab es - vor allem nach Gründung der beiden deutschen Staaten - staatliche ,,Angebote": (mehr oder weniger offenes) Bekenntnis zur jeweils politischen und ökonom. Ordnung und (möglichst aktive) Teilnahme am Aufbau dieser Ordnungen wurde staatlicherseits honoriert als Ausweis/Zeugnis/Beweis, dass der-/diejenige sich glaubhaft und nachhaltig gelöst hat von evt. NS-Sympathien. Dies förderte eine Schlussstrichmentalität. 

3. So konnte es dazu kommen, dass auch im Privaten zumeist über die Familiengeschichte im III. Reich insofern geschwiegen wurde, dass eine Täter- oder auch nur Mitläuferrolle der Elterngeneration (= Kriegsgeneration) ausgeblendet wurde. 

4. Seitens der Alliierten wurde von den beiden deutschen Staaten auch keine wirklich intensive und tiefgründige Aufarbeitung verlangt. Im Grunde galt hier ein ähnliches Angebot: Willigen und zügige Integration in den jeweiligen Machtblock wird gewertet als Zeichen/Beweis dafür, dass der jeweilige Staat seine Lehren aus der Vergangenheit gezogen und sich vom NS-Erbe gelöst hat. Die de jure erfolgten Souveränitätsakte in den 50er stehen mehr als nur symbolisch dafür.

5. Verlangt wurden von beiden Staaten öffentliche Verurteilungen von NS-Verbrechen und Schuldeingeständnisse/ Verantwortungsübernahme durch Geldzahlungen an selektive Empfänger: die BRD per Entschädigungsabkommen an Hinterbliebene und Überleben des Holocaust im ,,Westen", die DDR per Reparationszahlungen an SU und Ostblockstaaten.

6. Diese Zahlungen förderten in der dt. Bevölkerung die Schlussstrich-Mentalität.

7. Zu verstehen ist diese im Wesentlichen missglückte Auseinandersetzung/Aufarbeitung mit der eigenen Geschichte nur vor dem Kontext der Blockbildung des Kalten Krieges: Jeder Block bzw. jede Führungsmacht (USA, SU) war in Punkt Aufarbeitung zu stillschweigenden Zugeständnissen bereit, wenn denn der jeweilige dt. Staat die ihm zugedachte Rolle als ,,Frontstaat" im Kalten Krieg willig wahrnahm. Dies entbindet die dt. Bevölkerung und die dt. Politik nicht von ihrer Verantwortung, macht aber Versäumnisse erklärlich.

Nächste Stunde verfolgen wir das dann weiter, VG Lo

Tafelbild zur Sabrow-Quelle

Q2 30.11. Einstieg und TB.docx (18,5 KiB)

Deutsches Selbstverständnis nach 1945 - Arbeits-Hypothesen

Deutsches Selbstverständnis nach 1945 – Vergangenheitsbewältigung und nationale Identität

Hypothesen:

Das deutsche Selbstverständnis nach 1945 bezieht sich unmittelbar auf den Umgang mit den Erfahrungen des III. Reiches (zuerst Verdrängung und Abgrenzung, viel später Frage nach Schuld und Verantwortung sowie Umgang mit Tätern und Opfern).

Daneben ist der Kontext der dt.-dt. Frage (Zweistaatlichkeit) und des Kalten Krieges (der zwei großen Blöcke) konstituierend.

Nationalismus war als Idee und Begriff 1945 zumindest öffentlich diskreditiert. Scheinbar ist ein unbelasteterer Umgang damit mit zunehmender historischer Distanz aber wieder möglich.

Gleichwohl mussten beide deutsche Staaten eine nationale Identität konstruieren.

Die deutsche Einheit bildet eine Zäsur: Aufarbeitung ist unideologischer geworden.

 

Zu diesen Hypothesen wollen wir uns in den nächsten Stunden positionieren.

Resümee 20.11.: dt.-poln. Nachkriegsgeschichte

Hallo,

resümierend und als Reaktivierung am kommenden Mittwoch hier unsere Arbeitsergebnisse von heute:

1. Die deutsch-polnische Nachkriegs-Geschichte ist nur dem Aspekt der dt.-dt. Geschichte (DDR vs. BRD, Frage der deutschen Teilung), und diese nur im Kontext des Kalten Krieges (Blockbildung) zu verstehen.

2. Die BRD hat als primäres außenpolitisches Ziel die Wiederherstellung der deutschen Einheit, angesichts der Blockbildung aber nicht als neutrales Deutschland, sondern mit einem Deutschland ,,im Westen".

3. Insofern die Außenpolitik der Adenauer-Ära: Zur Einheit durch Westintegration (konfrontativer Ansatz).

4. Insofern ,,verpuffte" die Bischofs-Initiative Mitte der 60er bzw. wurde von der Bundesregierung nicht aufgenommen (Probleme: Akzeptanz polnische Westgrenze sowie Vertreibungen und damit verbundene Eigentumsfragen).

5. Die sozial-liberale Koalition unter Brandt ändert die Strategie: Egon Bahr -> Wandel durch Annäherung + Schlüssel zur deutschen Einheit liegt in Moskau.
     -> Abbau Misstrauen in SU und Polen, Ostblock insgesamt -> deutsche Einheit wäre keine Gefahr für Staaten Osteuropas (Sicherheitsinteressen 
         berücksichtigen!) -> SU ,,gibt" DDR ,,preis"
     -> vielfältige, möglichst von DDR-Staat nicht oder nur wenig kontrollierte Kontakte zwischen West- und Ostdeutschen führen zu (noch stärkerer)
        Entfremdung der DDR-Bürger vom politischen System der DDR -> Destabilisierung -> innenpolitischer Druck auf SED -> DDR-Regierung wird gezwungen,          Frage der deutschen Vereinigung auf die politische Tagesordnung zu setzen (oder die Regierung wird vom DDR-Volk ,,hinweggefegt"). Insofern ganz              richtige Einschätzung durch SED: ,,Wandel durch Annäherung" = ,,Konterrevolution auf Filzlatschen"

6. UND DAMIT ZU POLEN: Ab Anfang der 70 ergeben sich Handlungsoptionen für Polen.

7. Unzufriedenheit der Polen ergibt sich (auch) aus Fragen der nationalen Identität:
       a) Im Ostblock ist Polen nicht souverän, was dem Nationalgefühl der Polen angesichts der nationalen Geschichte unerträglich sein muss.
       b) Zur nationalen Identität gehört Katholizismus. In einer Gesellschaft, die dezidiert atheistisch sich definiert, schürt das - trotz aller Konzessionen der             polnischen Staatsführung - Unzufriedenheit.

8. Eure Hypothesen: ,,Liebäugeln" mit dem Westen (Frankreich!), um von Moskau Konzessionen (im Hinblick auf a und b) zu erhandeln.

Dem werden wir am Mittwoch einmal nachgehen.

LG Lo

Karte Polen 1939-45

Zur Veranschaulichung hier eine Karte, Quelle ist wikipedia.

Polen in der Zwischenkriegszeit: zusammenfassende Chronik

PL in Zwischenkriegszeit.docx (108,8 KiB)

Lo: Unser TB zu Mythen

Mythen.docx (14,9 KiB)

Ansonsten an die HA denken: Auf einem A4-Blatt als Schlagwortplakat ein nationaler Mythos nach Wahl (bis auf diejenigen mit den zugeteilten Mythen). Frohes Schaffen, LG Lo

Interessanter Artikel zu den sogen. Ruhrpolen

Ein Kommentar von Zeit-Online. Spannend wird es, wenn man die Aussagen zur Abwanderung der Ruhrpolen in den 20ern mit denen aus diesem Artikel des DHM vergleicht: Anstelle von misslungener Integration/Polenfeindschaft hier Heimatgefühl (Rückkehr). 

Zusatzmaterial: Aktueller Artikel zum Wartburgfest

Wartburgfest.pdf (55,9 KiB)

Zusatzmaterial: Artikel zu Separatismus/Nationalismus

nd-Artikel Separatismus Und wenn sie noch so links sind.docx (332,9 KiB)

Unsere Hypothesen: Situation der poln. Minderheit im Kaiserreich

Wie abgesprochen: Nach den Ferien gibt es noch einmal 15 Minuten Gruppenarbeit, dann wird ausgewertet. Es gilt die nachfolgenden Hypothesen zu überprüfen. Jedes Team wird also sagen, auf welche Hypothese(n) sich ihr Material beziehen lässt (Verifizierung oder Falsifizierung) und das dann anhand des Materials bzw. Gruppenergebnisses (z.B. die Mind-map-Gruppe).
Sollte sich das Gruppenergebnis auf keine unserer Hypothesen beziehen lassen, stellt ihr die Erkenntnisse aus der GA vor und leitet eine These ab.

Hier die Hypothesen:
Die deutsche Regierung versucht die Polen zu germanisieren.
Die deutsche Regierung versucht die Polen umzusiedeln. Ziel: poln. Bevölkerung zerstreuen (poln. Siedlungskerne zerstören, in Regionen mit poln. Bevölkerungsmehrheiten diese Mehrheit Minderheit werden lassen).
oder als Arbeiter im Ruhrgebiet nutzen.
Die poln. Bevölkerung wird segregiert und gettoisiert sich in der Folge de facto selbst.
Die poln. Bevölkerung wird segregiert und gettoisiert, da es keinen Integrationswillen der Deutschen gibt.
Anstelle von Polenbegeisterung tritt Polenverachtung und Herablassung.
Die soziale Lage der poln. Minderheit (Lebensverhältnisse, Lebensstandard) ist/wird eine schlechte.

Kevin ist im Team mit Leonie und Mats. Er bereitet sich auch auf die Präsentation vor und kontaktiert entsprechend die beiden.

VG Lo

Was passierte heute im Kurs?

Hallo,
auch wenn wir heute nur zu dritt (!) waren: Wir haben weitergearbeitet und ihr anderen müsst das nacharbeiten.

Zuerst haben wir den Weg zur Reichseinigung betrachtet. Siehe dazu das Tafelbild unten und die Lehrbuchseiten 284-88 oben. Die Ereignisgeschichte muss man einfach lernen, an Hypothesen haben wir Folgende:

1. Es ist nicht sicher nachweisbar, ob Bismarck von 1862 an genau diesen Plan verfolgte, den das Tafelbild suggeriert.
2. Wenn das so war, muss er ein grenzenloser Optimist gewesen sein. Denn allein der schnelle und relativ unblutige Sieg gegen Österreich war doch überhaupt nicht absehbar. Ebenso der Anlass dieses Krieges (Streit wg. der Verwaltung Lauenburgs, Schleswigs und Holsteins nach dem Krieg des Dt. Bundes gegen den dän. König in seiner Funktion als Herzog der drei Fürstentümer). 
3. Vielleicht hatte Bismarck immer den Traum eines preußisch-kleindeutschen Nationalstaates und bei allen politischen Entscheidungssituationen immer abgewogen, wie und ob sich da etwas herausholen lässt, was diesen preußisch-kleindeutschen Staat wahrscheinlicher werden lässt. 
4. Ab dem Sieg 1866 könnte er sich dann sicher gewesen sein, dass es nur noch eines entscheidenden Schrittes bedarf; ab hier kann man also vielleicht von einem ,,Plan" sprechen. Das gezielte Umformulieren der Emser Depesche haben wir als Argument gesehen: Er wollte unbedingt diesen Krieg, hat die frz. Stimmung (Kaiser wie Bevölkerung) auch ganz richtig eingeschätzt und die Reichsgründung wohl auch als Kriegsziel angestrebt.

Danach haben wir uns M3/290 angeschaut und uns also noch einmal mit den Liberalen befasst. Analyse-Resultat:

Baumgarten meint (1866), da Österreich für den Erhalt des Deutschen Bundes und damit also gegen Liberalität und deutschen Nationalstaat kämpft, muss Preußen/Bismarck ja sozusagen automatisch für Nationalstaat aber eben auch Liberalität kämpfen. Jeder Liberale müsse das erkennen und also Bismarcks Politik unterstützen, liberale Abgeordnete müssten bereit sein, in die preußische Regierung einzutreten und mit Konservativen (Monarchisten) zusammen eine Regierung Bismarck unterstützen.

Der Lehrbuchtext verriet uns, dass an dieser Frage dann das liberale Lager endgültig zerbrach. Es entstanden die Nationalliberale Partei, die Bismarck unterstützte und die Fortschrittspartei, die in der Politik Bismarcks keine Bewegung hin zu einem liberalen (!!) (National)staat sahen (Zu einem Nationalstaat schon, aber zu keinem liberalen.).
Wir merken uns: das demokratische Lager (seit 1815 hieß diese Bewegung national-liberal, meint die Burschenschaften und all jene, die sich seit den 30ern deren Zielen anschlossen), spaltete sich 1849 im Verlaufe der Revolution in Republikaner und Liberale. Die Liberalen spalten sich dann endgültig 1866 in die Fortschrittspartei (wenn wir so wollen: Idealisten, die lieber auf einen Nationalstaat verzichten, wenn er nicht auch liberal ist) und die national-liberale Partei (wenn wir so wollen: Pragmatiker, die glauben mit und über Bismarck beide Ziele: Nationalstaat und liberale Verfassung, erreichen zu können). Um holzschnittartig zuzuordnen: Die Nationalliberale Partei vertritt ,,die Wirtschaft"/die Bourgeoisie, die Fortschrittspartei die eher akademisch Geprägten Bürger. Entsprechend achten die Nationalliberalen auch eher auf ökonomische Freiheiten (Binnenmarkt uswusf), die Fortschrittler auf die klassischen politischen bürgerlichen Freiheiten. (Aus der Republikaner-Bewegung heraus entwickelt sich letztlich die Arbeiterbewegung, hin zur SPD, die Konservativen können verstanden werden als Fortläufer der Monarchisten aus dem Paulskirchenparlament, sie sind und vertreten also in der Hauptsache den Adel).

Nacharbeiten heißt: Das alles nach-lesen, nach-denken und verstehen (Kann ich das jetzt selbst laut jemandem erklären?).

VG Lo

18.09.: Zwischenresümee 1849 plus weiterführende Thesen

Einstieg 18.09..pptx (50,5 KiB)

EVA 04. und 06.09.

Da wir mitten in der Vertiefungsphase zur Ereignisgeschichte stecken, nutzen wir die EVA zur Methoden-Festigung:

1. Schreibe eine quellenkritische Einleitung zu 277/M3.

2. Gebe aus dieser Quelle die Zeilen 1-12 wieder. Achte auf Redewiedergabe, Redebegleitsätze und überhaupt alles :-)

3. Fasse aus dieser Quelle die Zeilen 13-41 zusammen. Auch hier auf alles achten.

4. Und nun noch eine Nuss zu knacken: Lb. 280/81 lesen und dann zur Quelle ,,Novemberaufstand" die Aufgabe (grüner  
   Punkt).
   Tipps: Überprüfe jeden Aussagesatz, ob er ein Urteil enthält.
   Wenn ja, dann schaue oben in den Kasten, welcher Aspekt bei Effizienz oder Legitimität aufgenommen ist.    
   Vermerke das. (Vorschlag: Satz, der Urteil enthält, markieren, daneben dann den Aspekt notieren). Ich möchte, dass jeder
   mind. 3 Sachurteile markiert und jeweils Kriterien zuordnet (das unten Stehende gilt natürlich nicht).
   Dann bei folgendem Sachurteil aus der Quelle die Aufgabe erfüllen, also das Urteil in eigenen Worten wiedergeben, dann  
   das verwendete Kriterium aufzeigen und das Urteil dann selbst beurteilen. Versucht sauber zu argumentieren: B-B-B!.    
   Mindestens zwei Argumente. Tipp: Eines zur Hauptaussage, eines zum ,,auch".   
   Sachurteil: ,,Auch in Polen war die gesellschaftliche Basis für den Aufstand zunächst sehr gering." (Z.1f)

Viele Grüße

Lo

 

Impulsreferate zu Nationalgeschichte

5-max. 8 min, freie Rede (Stichwortzettel), Einbindung einer Quelle (muss keine Textquelle sein, am activeboard -> über Iserv? Stick), kein Thesenpapier

Die poln. Verfassung von 1791 - Warum progressiv/modern? Die eines Nationalstaates? Die eines liberalen Verfassungsstaates? Clara

Das Wartburgfest: Teilnehmer, Symbolik der Handlungen und des Auftretens // Grundsätze und Beschlüsse vom 18.10.1817 Immo

Karlsbader Beschlüsse: Kernpunkte, Betroffene, Umsetzung (Wie?), Folgen Sofie

Fritz Reuter - ein Opfer des System Metternich Mats

Das Hambacher Fest: Symbolik der Handlungen und des Auftretens, Forderungen, Teilnehmer (alles im Vergleich mit Wartburgfest) Matteo

Adam Mickiewicz - Warum gilt er als poln. Nationaldichter? Welche Wirkung erreichte er? Marc-Andre

Der Dt. Zollverein: Ziele, Mitglieder, Regelungen, Haltung der Fürsten // Ein Schritt in Richtung eines Verfassungs- und/oder Nationalstaates? Kevin

Großdt. o. kleindt.? Vorstellung der Modelle // Warum entscheidende Frage im Kontext Nationalbewusstsein/Nationalstaatsbewegung? Leonie

Die ,,Polendebatte" des Paulskirchenparlaments - Worum geht es? Wer vertritt warum welche Position? Philipp

Die dt. bgl.-dem. Rev.: Das Verhalten der Liberalen im Jahre 1849 und die Folgen für die liberale Bewegung, den liberalen Gedanken und die Nationalstaatsidee Moritz

Ludwik Mieroslawski - Bsp. für Verknüpfung von dt. u. poln. Nationalbewegung Kjell

Die Rolle Preußens während der Rev. 1849: Wer oder was ist hier mit Preußen gemeint? Auswirkungen auf Nationalbewusstsein, Nationalstaatsgedanken, ,,Image" Preußens im Dt. Bund Birte

Die oktroyierte Verfassung Preußens nach der Revolution 1848/49: Sieg des Prinzips der absolutistischen Monarchie oder des Prinzips des liberalen Nationalstaates? Linus

Quelle zu 1848/49: Befreiung Mieroslawskis durch Berliner Volk

Mieroslawski.pptx (85,6 KiB)

Vertiefung zur deutschen und polnischen Nationalbewegung Anfang des 19. Jahrhunderts

1815-30:

Hier ist eine Zusammenfassung zur Deutschen Bundesakte von 1815. Es gilt herauszuarbeiten, inwieweit diese das Nationalbewusstsein förderte bzw. behinderte sowie - und davon abgeleitet - wie diejenigen, die einen deutschen Nationalstatt forderten, mit dieser Entscheidung des Wiener Kongresses zur künftigen staatlichen und verfassungsrechtlichen Form Deutschlands zufrieden waren.

Wer genauer hinschauen möchte: Bundesakte in voller Schönheit und mit Anmerkungen. Ein aktueller Zeitungsartikel zu einem gerade erschienenen Buch über das Wartburgfest ist hier. (Falls die Zeitung den Artikel sperrt, ist er unter diesem Text auch als download.) 

1830/32

Drei Zeugnisse einer großen Polenbegeisterung 1830ff: Eins, zwei; dazu ein Gedicht von Ludwig Uhland über Mickiewicz.

1848/49

Ein deutsches Revolutionslied mit eindeutiger Anspielung.
Ein weiteres Lied.

1849-63

Ein interessantes Zeugnis nationaler Gesinnung in den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts.
Die Eisenacher Erklärung des Nationalvereins von 1859.

21.08.: (negative) Thesen zu Nationsbegriff (Lb. 267/68 M1-3)

Thesen Nation negativ.pptx (66,8 KiB)

Hausaufgabe zum 21.08.2017

Lehrbuch 268/M3, Aufgabe 2.

Natürlich schriftlich, am besten tabellarisch und nicht vergessen, die Vergleichskriterien genau zu benennen sowie Zeilenverweise für die jeweiligen Notizen in den einzelnen Tabellenfeldern zu bringen.

VG Lo

Gruppenarbeitsauftrag

Jedes Team bekommt einen Lehrbuchabschnitt zugewiesen. (Für die heute Fehlenden: Kjell: S. 210, Städte; Kevin: S. 212, Sprache; Linus: S. 214, Kaiserkult. Eure Partner schreibe ich hier nicht hin, bereitet euch intensiv vor [s.u.]).

Ziel ist eine 4-6minütige Präsentation, die als zentrales Element eine Quelle einbaut. An dieser ist ein Teil-Aspekt, etwas Relevantes zum Thema zu belegen/nachzuweisen/zu erklären (nicht: zu illustrieren). Alle Quellen sind im Lehrbuch.

Im Rahmen der Präsentation wird zuerst der jeweilige Romanisierungs-Aspekt vorgestellt. Jedes Team entscheidet, welche Informationen dabei relevant sind. Dabei helfen unsere Leitfragen (Welche passen besonders?), die wir beantworten wollen. Das genau ist auch der andere Teil der Präsentation: Welche Antworten auf welche Leitfragen werden gegeben? Inwieweit hilft das, die letztliche Frage (Art der Kulturbegegnung) zu beantworten?

Thesenpapiere, Handouts, Medieneinsatz werden nicht erwartet, sind aber nicht untersagt. Alle Teamteilnehmer präsentieren bzw. ich habe Option, wen ich alles präsentieren lasse.

Bearbeitungszeit: max. 60 Minuten. Kommt bitte vorbereitet in die nächste Stunde, dass ihr also sofort in die inhaltliche Diskussion gehen könnt, weil jede/jeder schon intensiv gelesen hat, Ideen hat, was genau anhand der Quelle nachgewiesen/erklärt... werden kann, auf welche Leitfragen man eingehen kann.

Bei der Präsentation schreibt jeder Rezipient eigenverantwortlich mit. Ziel ist, dass jeder umfassend schriftlich die Frage der Art der Kulturbegegnung auf Basis seiner Notizen zum Thema beantworten kann.

Hier noch einmal die Leitfragen:

1. Woran/worin kann man Romanisierung nachweisen/zeigt sich Romanisierung?
2. Wirkte Romanisierung punktuell (urban) oder in die Fläche?
3. Wirkte die Romanisierung sozial durchgreifend oder betraf nur bestimmte soziale Schichten der Beeinflussten?
4. Leben Römer und Romanisierte mit-, neben- oder gegeneinander?
5. Hatten die Eroberten eine Wahl, ob, inwieweit, "bis wohin" sie romanisierten?
6. Gibt es wirklich einen Kausalzusammenhang in den Sinne, dass Rom an der Romanisierung unterging? Hat dann  
    Huntington (Notwendigkeit eines Kulturkampfes mit dem Ziel der Vernichtung der anderen Kultur als
    Überlebensnotwendigkeit) recht?

Letztlich mündend in: Was für eine Art Kulturbegegnung liegt hier vor?

Lo: Info zur Stunde am 30.05. für die Bio-Exkursanten

In Vorbereitung der Gruppenarbeit haben wir den Begriff Romanisierung mit Hilfe des Lehrbuchs vertieft durchdacht. Dazu wird es in der nächsten Stunde eine TB-Kopie für euch geben, die sich auf die Seite 205 bezieht (Allgemeines zum Terminus). Dann haben wir begonnen, die Folgeseiten durchzuarbeiten. Den Zwischenstand seht ihr hier als Download, druckt das bitte aus oder schreibt das ab, daran arbeiten wir am Do. weiter.

Ich habe keine HA aufgegeben, würde mich aber freuen, wenn alle bis Seite 209 oben schon einmal den Text mit wachen Augen durchlesen.

Zusätzlich haben wir uns mit dem Methodenbaustein Karikatur befasst, auf die deutlichen Parallelen zur Kartenanalyse verwiesen. Im Grunde sind lediglich Spezifika der Quellenart zu beachten.

Am Do. vervollständigen wir das TB (download) und beginnen die Gruppenarbeit (eher Partnerarbeit). dabei wird jedes Team die erarbeiteten Kenntnisse vorstellen und anhand unserer erarbeiteten LEITFRAGEN prüfen:

 

1. Woran/worin kann man Romanisierung nachweisen/zeigt sich Romanisierung?
2. Wirkte Romanisierung punktuell (urban) oder in die Fläche?
3. Wirkte die Romanisierung sozial durchgreifend oder betraf nur bestimmte soziale Schichten der Beeinflussten?
4. Leben Römer und Romanisierte mit-, neben- oder gegeneinander?
5. Hatten die Eroberten eine Wahl, ob, inwieweit, "bis wohin" sie romanisierten?
6. Gibt es wirklich einen Kausalzusammenhang in den Sinne, dass Rom an der Romanisierung unterging? Hat dann  
    Huntington (Notwendigkeit eines Kulturkampfes mit dem Ziel der Vernichtung der anderen Kultur als
    Überlebensnotwendigkeit) recht?

Letztlich mündend in: Was für eine Art Kulturbegegnung liegt hier vor?

LG Lo

Lo: Romanisierung

Was bedeutete es, unter römischer Herrschaft zu leben? Inwieweit können Stadtpläne, deren Rekonstruktion und Erläuterung dazu Hinweise geben? Eine Annäherung an das Thema Romanisierung anhand der alten Römerstädte auf dem Gebiet des heutigen Köln bzw. Trier. Einige Links dazu. Köln I, Köln II, Trier I.

Recherchiert zur Eingangsfrage. In 30 Minuten wollen wir uns darüber austauschen, wie sich Leben unter römischer Herrschaft materialisiert hat und inwiefern dies also konkret erlebbar war für die nichtrömische Bevölkerung. Beginnen wollen wir aber mit einem Dialog:

Artikel: Erinnerungskultur bzgl. WKII in Polen. Kann man gut vergleichen (Inhalte, Intentionen) mit dem Zentrum gegen Vertreibungen, mit dem wir uns ja auseinandersetzen

03.04.2017: Eine todernste Sache (Tageszeitung junge Welt).pdf (120,4 KiB)

Lo: HA Beschreibung Karteninhalt

Bei der Klausurkorrektur habe ich das Gefühl, dass einige von euch überhaupt nicht richtig gerlernt/gepaukt/in den Kopf gehämmert haben, welche einzelnen Aspekte da abzuhandeln sind und was jeweils dazu zu notieren ist. Das empfinde ich als unerhört. Schließlich habe ich klar und deutlich gesagt, dass die Methode Kartenarbeit in der Klausur eine große Rolle spielt.

Deshalb gibt es jetzt die Klausurkarte und den Klausurauftrag als Hausaufgabe: Anfertigen einer Inhaltsbeschreibung der Karte (siehe download).

Das erledigen NICHT: Clara, Immo. Sonst alle. Inhaltlich vollständig, sprachlich überzeugend, formal brilliant. Wird eingesammelt, es wirkt sich negativ auf die Mitarbeitsnote aus, wenn das nicht oder nicht auf erwartbarem Niveau erledigt wird. Gern kann es am Computer erledigt werden, damit auch noch besser RS- und Grammatikfehler eliminiert werden können. Ausnahme: Sollte in Teamarbeit vorgegangen werden, dann zwingend handschriftlich von jedem.

Termin: Donnerstag, 18.05.2017

Lo: Ein interessanter Artikel zu KZ, Totenmarsch, DP und Integration aus dem ND vom 08.05.

ND-Art_Auschwitz hat mir das Leben gerettet.pdf (431,8 KiB)

Kulturkontakt und Kulturkonflikt (Methodenbaustein S. 248ff)

Kulturkontakt und Kulturkonflikt.docx (117,2 KiB)

Lo: Einige Artikel (Spiegel, Welt) zur Frage des Kriegsausbruches 1939 und der Westverschiebung Polens.

Hier zur Frage, welchen Einfluss der Vertrag vom 23.08. auf den Ausbruch des WKII hatte. Hier zur Westverschiebung.

Diskussion Härte/Unangemessenheit der Benes-Dekrete: Artikel zu Sudetendeutschen in denn 30ern

Illoyalitaet Sudetendeutsche jw-Artikel.docx (127,9 KiB)

Lo: Methodische Hinweise auf die Klausur

Was inhaltlich zu erwarten ist, steht ja schon weiter unten. Zusammengefasst: Semesterbeginn bis jetzt, Schwerpunkt ab 1933. 

Methodisch gibt es folgende Hinweise:
Die Klausur wird ganz klassisch aufgebaut sein, also drei Aufgaben, je eine zu jedem Anforderungsbereich.
Die Quellenarbeit ist klar: Quellenkritische Einleitung, Wiedergabe und Zusammenfassung muss beherrscht werden. Zur Bewertung vgl. etwa den Erwartungshorizont der Klausur aus dem ersten Semester, da wird jetzt nach gleichem Muster  bewertet werden.

Auch für die Aufgaben 2 und 3 genau auf die Operatoren achten. Bei Aufgabe drei wird es auf beurteilen oder Stellung nehmen hinauslaufen, für andere Operatoren ist in der Gesamtzeit von 90 Minuten nicht drin. Zum Beurteilen auch gern wieder in den Erwartungshorizont der letzten Klausur schauen. Wichtig bei beiden Operatoren ist das klare Benennen der Kriterien, fundierte Argumentation (nicht nur thesenhaft) und das Beachten der Perspektiven: bei der Beurteilung die historische, bei der Bewertung die eure, also gegenwärtige.

Zeitmanagement wird eine Rolle spielen. Einleitung plus Zusammenfassung sollte ca. 30-35 Minuten dauern (lang kann und wird die Quelle da also nicht sein), eine Beurteilung oder Stellungnahme (insgesamt können da in einer 90minütigen Klausur auch nicht mehr als insgesamt 2 Kriterien verlangt werden) etwa 20-25 Minuten. Damit ca. 35-40 Minuten für den AFB II bleiben, der ja immer die Aufgabe mit den meisten Punkte ist. (AFB I und III jeweils max. 30%, aber auch nicht weniger als 20%, das ist die Faustregel, in etwa kann man immer rechnen 20-30% zu 30-50% zu 20-30%).

Die EVA ist also durchaus auch als Klausurtraining (Aufgabe 1) gedacht. 
Wer AFB II und III trainieren will, findet unter den Quellen der kürzlich behandelten Themen geeignete Aufgabenstellungen.

VG Lo

Lo: EVA 09.03.

Hallo,
wie abgesprochen hier die EVA für Donnerstag. Sie ist wie gesagt als häusliche EVA angelegt.

Bitte fertigt sie abgabefähig an (formal, inhaltlich).

1.Vervollständigt die Tabelle aus dem Unterricht. Ich habe Sie unten (leer) noch einmal angefügt. Auch die letzte Zeile könnt ihr schon füllen, dazu müsst ihr nur den entsprechenden (bereits von euch gelesenen) Lehrbuchabschnitt zur Hand nehmen, die dazugehörenden Quellen sind angegeben. - Das will ich kurz mit euch auswerten am Dienstag.

2. Jeder übt eine vollständige Quelleneinleitung zur unten angegebenen Quelle. Gern auch Wiedergabe und (quasi zum Vergleich) Zusammenfassung. Aber in jedem Falle obligatorisch ist die vollständige Quelleneinleitung.

Ebenfalls unten ist der ppt-Einstieg von heute als png. (Einige hatten danach gefragt.)

Moritz  - 157/M5
Marc-Andre - 161/M1
Leonie - 161/M2
Matteo - 163/M5
Immo - 163/M5
Sofie - 163/M6
Clara - 165/M8
Kevin - 164/M7
Birte - 168/M1
Fabio - 162/M4
Kjell - 161/M2
Philipp - 169/M2
Paui - 164/M7
Mats - 168/M1
Linus - 169/M3

Philipp denkt an sein Impulsreferat!

Bis Dienstag, viele Grüße  Lo

Lo: Seminarfacharbeit zur Flucht 1944/45

Auf vielfachen Wunsch einer einzelnen Dame hier die Verlinkung zur Facharbeit aus Soest.

LG Lo

Lo: Tafelbild Zwangsarbeit zur Vervollständigung als HA zu Donnerstag

TB 20.02. Zwangsarbeit.pdf (197,5 KiB)

Lo: Zwischenresümee im Hinblick auf die Klausur

Hallo,

zwar steht die Klausur scheinbar noch fern am Horizont, aber das heißt ja eben auch, dass viel abgeprüft werden kann (alles seit dem Jahreswechsel). Da wird ein Lernen nur in den letzten Tagen nicht genügen. Deshalb hier schlagwortartig, was alles schon behandelt wurde.

  • Einstieg: Theoriemodul Migration -> Mensch als homo migrans, Migrationsarten, -gründe (pull- und push-Faktoren), Begriff der Grenzüberschreitung (Ab wann ist eine reine Bewegung Migration?), Diskussion, ob nicht jede Migrationsbewegung Flucht, also Zwangsmigration sei
  • Weiterführung;: Theoriemodul Nation -> altes und neues Verständnis vom Nationen-Begriff, Verhältnis von Nation und Nationalismus (Wer bringt wen hervor?), Staats- und Kulturnation, These der Nationen als imaginativ communities, politische Funktion einer Vorstellung von Nation
  • Davon ausgehend wurde das 20. Jhdt. dahingehend überprüft, ob es originär in dem Sinn sei, das der Flüchtlinge zu sein. Hier wurde ausgegangen von der These, dass die Nationenbildung in Europa ausgangs des 19. Jahrhunderts zu Nationalstaatsbildungen führte, was eine Welle von Zwangsmigration auslöste.
  • Exemplarisch und als Zäsur wurde der Vertrag von Lausanne betrachtet (Versuch einer tragfähigen und nachhaltigen Lösung endend im ,,Sündenfall" -> Legitimierung des Konzeptes der ethnischen Säuberung/Entmischung).
  • Dann lenkten wir den Fokus auf das III. Reich und im Zusammenhang damit stehende Migrationsbewegungen. Der Fall des Saarlandes wurde als besonderes Phänomen herausgestellt (Zwangsmigration? Migration ohne Bewegung?). Im Kontext dieser sogen. Heim-ins-Reich-Bewegung schauten wir dann zu Umsiedlung-Aktionen sogen. Auslands- oder Volksdeutscher. Insbesondere betrachteten wir die Vorgänge im Warthe-Gau nach 1939 (Bsp. Zamocz), erkannten, dass die Ansiedlung deutschstämmiger Bevölkerung die Vertreibung/Enteignung/Entrechtlichung/Deportation der ansässigen (polnischen, jüdischen) Bevölkerung voraussetzte. dass dies mit der NS-Ideologie legitimiert wurde (Rassenideologie, Antisemitismus, Lebensraum-Theorie) wurde festgestellt und sollte entsprechende auch verdeutlicht werden können. Zur NS-ideologie wurde auf den Unterricht von Klasse 10 verwiesen und nicht mehr wiederholt, gleichwohl müssen diese Begriffe erklärt werden und in Zusammenhang zum Thema gesetzt werden können.
  • Nächstes Beispiel von Zwangsmigration im Kontext des III. reiches war Zwangsarbeit. Die Vielschichtigkeit und Komplexität wurde anhand der Zeitzeugeninterviews herausgearbeitet, ebenso, dass es ein Massenphänomen war, dass den Alltag im Reich prägte.

Es folgen nun noch die Komplexe der Flucht und Vertreibung 1944/45 (incl. chronologischen Rückschritts: Beginn WKII/HItler-Stalin-Pakt - Ende WKI Curzon-Linie -> Diskussion der Frage vorhersehbarer/erwartbarer Prozesse/Vorgehensweisen) sowie die Integration der Flüchtlinge nach 1945. Das ist auch noch recht komplex. Also: Die Klausurvorbereitung (vulgo: das einfache, reine, mühsame Lernen) nicht aufschieben, sondern bereits jetzt portionieren. Es wird keine  Abstriche (Exkludierung von einzelnen Themenbereichen) geben.

VG Lo

Lo: Zwei neue Aufsatz-Themen

Abgabe: Spätestens 28.02. (gern auch per Mail)

Wer eines der Themen wählt, informiert mich spätestens am Donnerstag, 16.02. vor oder nach unserer Doppelstunde.

Aufsatz:
Zwangsarbeit im III. Reich: Wie gehe ich als Bürger der BRD im Jahre 2017 mit diesem Thema um. Gibt es überhaupt einen Bezug zu meinem Leben als Mensch, Bürger, Konsument, Deutscher, Europäer? (Impuls: Salamander-Artikel) Form: Brief an Vera Friedlander (vgl. Salamander-Artikel)

Aufsatz:
Die deutsche Wirtschaft und ihre Verantwortung im Kontext der Zwangsarbeit im III. Reich. Versuch einer wertenden Bilanz. Form: Brief an Dr. Markus Kerber Hauptgeschäftsführer und Mitglied des Präsidiums des BDI (Bundesverband der deutschen Industrie).

Lo: Links für unser Mini-Projekt zu oral history

Das ist unser Einstieg in die Materie. Auf den ersten Blick eine Rezension, aber wir können sehr schön die diesem Text innwohnenden Thesen zur Erinnerungskultur herauslesen und diskutieren.

Hier geht es zu unserem Projekt. Hausaufgabe ist, die Person kennenzulernen. Dazu schaut euch die Infos an (rechte Seite, etwa Kurzbiographie), schaut das Video. Die drei heute Fehlenden übernehmen Marie Jenikova, entsprechend ist die Hausaufgabe.

Und hier einmal ein Beispiel für Aufarbeitung. Die Stadt Göttingen hat mit diesem Projekt/dieser Seite durchaus für Aufsehen gesorgt.

Am Donnerstag ploppen nach der Doppelstunde zwei neue Aufsatz-Ideen hoch. Dem geneigten Schülerauge zugeeignet.

LG Lo

Lo: Video Migration um 1945

Hallo, hier wieder die schlaue Jule. Scheint ein Vorgriff zu sein (weil 1945), aber sie holt weit aus.

VG Lo

Lo: Aufsatz 4

Nichts gelernt? Zu den Visionen von USA/EU/NATO für eine Nachkriegsordnung  im nahen und Mittleren Osten vor dem Hintergrund der Wilsonschen Vision der Bildung national-homogener Staaten in Europa nach dem Ersten Weltkrieg (Impulse: Zwei-Staaten-Lösung Israel-Palästina, Plan einer Zerschlagung Syriens). Eine Beurteilung.

Abgabe: Erste Stunde nach meiner Rückkehr von der Skifahrt.
Vergesst nicht eure Anmeldung, sonst gilt es nicht!

Lo: Nachtrag zum Referat: Mit dem Stift am activeboard?

Weil nachgefragt, hier zwei Lösungen:

A innerhalb von ppt

1. bei ppt in den Präsentationsmodus (F5)
2. Rechtsklick Maus
3. unter Zeigeroptionen auswählen "Stift"

B unter Nutzung von active inspire

1. Präsentationsprogramm (z.B. ppt) öffen und per Minuszeichen unten ablegen
2. active inspire öffnen, unten in der Leiste erscheint dann das active inspire Symbol
3. wenn inspire ganz geöffnet ist (weißes Blat), unten in der Leiste auf den Icon für Inspire drücken, Option ,,Dashboard" wählen
4. im erscheinenden Fenster in der linken Spalte ,,Annotation über Desktop" wählen. Die Inspire-Tool-Box erscheint
5. das bereits geöffnete und unten abgeegte Präsentationsmedium (z.B. ppt) durch Klick unten auf den Icon öffnen.
Nachteil dieser Methode: Bei Folienwechsel bleiben eure Markierungen. Aber auch dafür gibt es natürlich eine Lösung: In der Toolbox ist unten links eine Sprühflasche. Klick da drauf und alle Annotationen (also Markierungen) sind gelöscht.

Und das war es dann schon. Könnt ihr an jedem Board bei Gelegenheit schon einmal ausprobieren. Einfach mit dem Boardstift Freihand schreiben oder zeichnen. Anstelle des Stiftes geht übringens auch euer Finger.

Ich freue mich auf dynamische Präsentationen! Lo

Lo: Thesen zum Vertrag von Lausanne als Sündenfall (Referat)

Thesen Vertrag von Lausanne als Suendenfall (Referat).pdf (262,1 KiB)

Lo: Aufsatz 2 und 3

Wie viel "deusch" ist gut im 21. Jahrhundert? Entwickeln Sie Kriterien und ein zeitgemäßes Modell. Vorsicht: Nicht wieder alles in falsch verstandenem Toleranzbegriff in Beliebigkeits-Allerlei ersaufen lassen! Zeigen Sie Kante! Eine Bezugnahme auf die diskutierten Quellen zum Thema Nation/Nationalismus ist unabdingbar. 

ODER

Kopie zu Nation, M3, Aufgabe 3

 

Abgabe: 30.01. (persönlich oder per Mail)

Lo: Aufsätze und Referate

Hallo, ihr habt euch heute dafür entschieden, dass Referate von euch das Semester begleitend gehalten werden. Ich werde mir also Themen überlegen. In der Hauptsache wird es wohl darum gehen, Ereignisgeschichtliches zu rekapitulieren und kontextuieren. 
Anforderungen:
- 10-max. 15 Minuten,
- kein Thesenpapier, dafür als Resümee/ZF nur die Thesen am Ende des Referats am active-board,
- aktive-board wird intensiv eingebinden, dabei darauf geachtet, dass dynamische Präsentationen entstehen (etwa: mit Stift arbeiten, Elemente im Laufe des Vortrags sichtbar machen. Insbesondere Kartenarbeit sollte im Mittelpunkt stehen (natürlich themenabhängig).
- möglichst frei sprechen (maximal kleine A6-Karteikärtchen, Stichworte anstelle von Stichpunkten) <- Abgabe nach Referat, Ziel: lebendiger Vortrag, der eingeübt wurde.

Wie versprochen gibt es trotzdem die Aufsatz-Option. Jeder kann sie genau einmal ziehen im Semester. Die Note gilt in jedem Falle. Sie ist in etwa gewichtet wie die Referats-Note. Abgabe ist jeweils spätestens 14 Tage nach Themenverkündung (kann auch per Mail erfolgen), die Entscheidung ist sofort nach Themenbekanntgabe dem Lehrer mitzuteilen. Keine Abgabe ist 00 NP. In besonderen Fällen kann ich zum Schreiben eines Aufsatzes auffordern.
Die Themen beinhalten immer einen Operator. Inhaltlich geht es mir darum, dass ihr klar und mit erkennbar abgegrenzter Meinung argumentiert (und nicht Beliebigkeit mit Toleranz verwechselt), deshalb werde ich die Themen oft polemisch formulieren. Ich will klare Meinungen, streitbare, polemische Texte auf Basis methodisch sauberer Argumentation sehen. Bezüge zur Tagespolitik sind oft unübersehbar und sollten hergestellt werden.

Erstes Thema: Von der Sinnhaftigkeit eines politischen Ansatzes, der über Migration Beschlüsse fasst. Ein Impuls für entsprechende Volksvertreter. Stellungnahme eines Bürgers, der sich mit Begriff und Phänomen ,,Migration" auseinandergesetzt hat. Abgabe: 26.01. 

Hal/Lo: Schon einmal ein kleiner Vorgeschmack...

Hier eine umfängliche Quelle zu unserem neuen Thema, aus der ihr vielleicht in den nächsten Monaten immer einmal wieder schöpft.

Hal/Lo: Wirkung der FrzRev auf deutsche Territorien

TA_WirkungFR_auf_D.docx (36,4 KiB)

Lo: Vertiefung Frankreich 1793

Oh ja, dieses Gesetz über die Verdächtigen. Wie kann man nur so etwas beschließen? Wohl jeder Schüler fühlt den wohligen Schauer vor diesen bösen Buben. Waren das Psychopathen? Paranoiker? Sadisten? 
Versuchen wir diese uns so isoliert präsentierte Quelle zu den Jakobinern doch einmal zu kontextuieren.
Die Revolution von 1789 gilt uns als Wert an sich. Einverstanden? 
Die Menschen- und Bürgerrechte sind uns ebenso wertvoll? 

Wie sah es denn aus mit Frankreich innen- und außenpolitisch? Wie sicher saß die Revolution denn im Sattel? Einiges finden wir im Lehrbuch, neben dem Text auch die Karte beachten! Dazu kommt ein Text zur Situation 1793. Er floppt hier immer wieder auf den Vendee-Aufstand, noch ertragreicher ist aber der weiter unten stehende Beitrag mit dem Titel Die Krise der Revolution und Hoffnung der Gegenrevolution. Das Jahr 1793. Und auch die Spalte rechts vom Text nicht vergessen!

Man muss die Jakobiner nicht mögen. Man kann Ihre politischen und sozialen Ziele ablehnen. Aus guten Gründen vor ihren Mitteln zur Durchsetzung ihrer Ziele erschrecken. Sie aber als gewissenlose Verbrecher und Feinde von Revolution sowie Menschen- und Bürgerrechten zu charakterisieren, als blutsaufende Sadisten - das ist unredlich. Natürlich wird ein Bourgeois in ihnen seine politischen Feinde sehen. Aber sind sie es ohne nachvollziehbares Motiv? Ohne verständlichen Grund?

So, bitteschön - an diesem polemischen Abschnitt einmal abarbeiten!

Lo: Interessanter Artikel zu reformatorischen Zeitgenossen Luthers

Persoenlichkeiten neben gegen Luther nd artikel.jpg (90,7 KiB)

Lo: EVA Di, 06.12.

Hallo,
die wichtigste Info habe ich heute natürlich wieder vergessen: Am Dienstag habt ihr EVA. Ich bin unter euch im Rondeel beim Vorlesewettbewerb. Ihr macht die ganze Doppelstunde im Geschichtsraum. Herr Gottschalk ist nebenan, schließt euch auf, zählt zu Beginn, mittendrin und am Ende die Häupter meiner Lieben (ich bin ein misstrauischer Mensch) und weist euch auch in die Aufgabe ein. Am Ende sammelt er die einen oder anderen Notizen ein, um den EVA-Ertrag zumindest exemplarisch zu dokumentieren.

Aufgabe: Ihr arbeitet die Lehrbuchseiten 84/85 durch, füllt dabei die Frankreich-Spalte der Tabelle, die wir heute begonnen haben. Also inhaltlich komprimiert (Stichpunkte, Schlagworte) erfassen, was da genannt wird und das dann versuchen den Krisenaspekten der Modelle zuzuordnen. Danach überprüft ihr, welche Charakteristika es so oder so ähnlich iml Reich um 1500 gab. Und tragt das entsprechend in die linke Spalte ein.

Ihr organisiert selbst ein effektives Arbeiten, mir ist egal, welche Sozialform ihr da wählt.
Ich lade eine Musterlösung im Laufe des Dienstag hoch. Beachtet: Dies ist dann also meine Sicht der Dinge, was Zuordnungen und Vergleiche angeht. Man darf das - begründet - anders sehen.

Viele Grüße, Lo

Lo: HA-Endpsurt-Möglichkeit (Thema Rekatholisierung)

Hallo,
hier eine ppt; vorn noch einmal sehr komprimiert Fakten zu Trient, weiter hinten Arbeitsaufträge. Wer mag, kann sich einen aussuchen und eine schriftliche Ausarbeitung bis 09.12. einreichen (gern auch per Mail). Ich erwarte in Form, Struktur und Inhalt Lesenswertes. Die Bewertung dazu würde noch in die Semesternote einfließen.Viele Grüße, Lo

Lo: HA zu Do

Durcharbeiten Lehrbuch 82-96 -> Wiederholung historischer Abriss der Revolution. Solides Überblickswissen zum Ablauf der Revolution wird also vorausgesetzt.
VG Lo

Lo: Script Luther-Feature Musterlösung

Lo: Link zum Kurzfilm über Luther

Hallo,
hier ist der Link
VG Lo

Interessanter Kurzartikel zum Thesenanschlag vor dem Thesenanschlag

Bodenstein.docx (98,3 KiB)

Lo: HA vom 15.11. zum 17.11.

Hallo,
wie abgesprochen hier noch die HA: Einige Historiker bewerten das Konzil von Trient als Gegenreformation. Nehmen Sie dazu Stellung.
(Ich will ein paar einsammeln. Lo)
VG Go/Lo

Lo: Revolution - Reform und andere Begriffe in diesem Kontext

Ein m.E. hilfreicher Link. Und für alle, die vertiefen wollen, hat die schlaue Jule noch ein kleines Erzählvideo zu Revolutionstheorien.
Mein LK 2009/10 hat zur Prüfungsvorbereitung ein Revolutionsablaufmodell in eine ppt gegossen. Da für die Prüfung gelernt werden sollte, ist jede Folie eine Stufe.
Dazu noch eine simplifizierte Darlegung zur Revolution im Geschichtsverständnis nach Marx.
Beide downloads hier:

Lo: Fundstück - Vorlesungs-Handout zu Bauernkrieg, Fürstenreformation und Aufbau lutherischer Landeskirchen, Bonus-Track: Exkurs zu Zwingli

Link
Dem geneigten Enthusiasten zugeeignet.

Wer sagt: "Das isses!", dem sei die gesamte Vorlesungsreihe angezeigt. Das letzte Link ist nichts weiter als der inhaltliche Überblick über alle Vorlesungen, da kann man also schauen, wenn man etwas sucht. Insgesamt wird ereignisgeschichtlich alles abgedeckt, was uns in Sachen Reformation, beginnend mit der Kirche in der Krise und endend mit der Antwort der katholischen Kirche, interessieren darf und muss.
Die Vorlesungsreihe lief 2010 und ist immer noch online, da wird es wohl auch noch da sein, bis ihr das Abitur habt. Muss man also nicht kopieren.
Und wer nun noch einmal jubelt "Das isses!", dem sei einer der die Euphorie der schreibfaulen Studenten bremsenden  Wahlsprüche meines Geschichtsdidaktik-Dozenten warnend zitiert: ,,Kopiert ist nicht kapiert!". Also auch weiterhin im Unterricht mitschreiben.

VG Lo

Lo: Ergänzung zu unserer heutigen Müntzer-Diskussion, Auszug aus wikipedia-Artikel zu ihm (Stand 01.11.2016)

„Theologie der Revolution“

Müntzer deutete in apokalyptischer Schau seine Zeit als Anbruch des göttlichen Gerichtes. Weizen sei vom Unkraut zu trennen; es gelte das Wort Jesu: „Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert“ (Mt 10,34 LUT). Unter Berufung auf 2 Mos 22,1ff LUT ruft er den versammelten Landesfürsten zu: „Ein gottloser Mensch hat kein Recht zu leben, wo er die Frommen behindert […] wie uns essen und trinken ein Lebensmittel ist, so ist es auch das Schwert, um die Gottlosen zu vertilgen.“ Jesus sei in einem Viehstall geboren; er stehe auf Seiten der Armen und Unterdrückten. Die, die sich in Pelzmäntel kleideten und auf Seidenkissen säßen, seien „Christo ain greuel“. (Zitat Ende)

Hier sieht man noch einmal sehr schön, dass Müntzer wie Luther auf Basis der Bibel argumentiert und was Luther und Müntzer eben trennt. Und gern wie trefflich lässt sich hier nun auf konkreterer Grundlage streiten unter Verwendung der und über die Vokabeln ,,brutal", ,,radikal", ,,extremistisch".

Hervorhebung durch Lo, den Spruch sollte man sich merken, wenn wieder einer mit Matth. 26, 52 (,,Wer das Schwert nimmt...") um die Ecke kommt und zum Dulden auffordert. Ist übrigens auch Math. Das Schöne an der Bibel scheint eben auch zu sein, dass man nicht nur zu jeder Meinung ein passendes Zitat findet, sondern dankenswerterweise auch zur Gegenmeinung auch. ;-) Die Marxisten haben übrigens das gleiche Problem. Müssen nur unter Umständen länger suchen, da der ganze Marx erheblich mehr ist als die Bibel. Also: Nie aufgeben, wenn einer mit einem Totschlag-Zitat irgendeiner Autorität kommt, sondern in seinem Hirn bzw. zur Not im Internet googeln und gegen-zitieren!

P.S. Wo wir gerade bei Zitaten sind:,,..lasst uns eine neue Ordnung schaffen, lasst uns die verstreuten Haufen einen und gegen Pfaffen, gegen Grafen den großen Sieg erringen, oder keinen." Th. Müntzer (Ums Leben gebracht am 27. Mai 1515 vor den Toren der Stadt Mühlhausen: Auf die Enthauptung folgte das Aufspießen seines Leibes, der Kopf wurde auf einen Pfahl gesteckt. Sicher eine moderate, angemessene Handlungsweise, nicht vergleichbar mit der extremistischen Brutalität, derer sich dieser Radikalinski befleißigte. Ironie off)

Wer sich nun wirklich einmal in den polemisch-angriffslustigen Stil der Zeit damals einlesen will, der kann ja einmal diesen Müntzer-Text (auch eine Antwort auf Luther-Angriffe) an- bzw. durchlesen. es wird hübsch beleidigt, gern auch unter der Gürtellinie.

Lo: HA zum 03.11.

Zweck der HA ist, dass ihr noch einmal Wissen zum Bauernkrieg verinnerlicht und zweitens wieder methodisch trainiert. Also: Lb. 74, M3, dazu die darunter stehende Aufgabe. Vergleiche, das heißt Kriterien benennen, anhand deren man vergleicht. Welche das sind, offenbart die Quelle ja deutlich, oder? Natürlich schrifltich, natürlich ausformuliert, natürlich möglichst perfekt.

VG Lo

Lo: neue Materialien

Wir sind ein gutes Stück auch im chronologischen Sinne vorangekommen. Um evt. noch einmal sacken zu lassen, zu ergänzen, zu strukturieren, gibt es wieder ein paar Möglichkeiten der Lektüre.

Zuerst eine ZDF-Doku, also einerseits ein Video, sprich eine Doku, wie man sie heute halt macht (Stichwort Dokutainment), zweitens ein ereignisgeschichtlicher Überblick, dazu letztlich die sozusagen offizielle Sicht. Dokutainment heißt, ihr achtet bitte einmal auf Kleidung, Waffen, Architektur, denn immer wieder kommen ja entsprechende Fragen von euch (letztens etwa zu den Waffen der Bauern). Außerdem solltet ihr jetzt schon merken aufgrund eures Wissens, wie hier im Sinne des Unterhaltungswertes verkürzt/simplifiziert wird. Überblick heißt, dass natürlich die zentralen Ereignisse gebracht werden. Und der dritte Aspekt meint, dass hier dass offizielle Geschichtsbild vermittelt wird. Auch das (Geschichtsbewusstsein, Geschichtspolitik) wird uns noch interessieren auf dem Weg zur Reifeprüfung.
Hier
 ist wieder der Herr von YouTube, der ereignisgeschichtlich referiert, was zum Thema Reformation und Gegenreformation (aus seiner Sicht) wichtig ist. Der behandelte Zeitraum ist in etwa das 16. Jahrhundert. Wer dann gleich abrunden möchte: Zum 30jährigen Krieg hat er natürlich auch etwas.
Diese Woche soll es uns auch gehen um die ,,Auffächerung" des der reformatorischen Bewegung. In  diesem Zusammenhang ist hier ein interessanter Artikel zum Thema Kalvinismus. Vordergründig geht es um einen Vertreter dieser Strömung, aber man erfährt drumherum viele interessante Fakten und auch Zusammenhänge werden m.E. verdeutlicht. Zu diesem Thema siehe auch unten die Liste.
Wer die nette youtube-Dame vermisst, sei vertröstet; aber zu diesen Themen jetzt hat sie (noch) nichts veröffentlicht.
Letztlich: Herr Lakämper hat in seinem Kurs ZEIT-Exemplare verteilt. In dieser Ausgabe ist ein biographischer Artikel zu Luther (S.54/55). Der ist gut lesbar und informativ; die Autorin ist Schriftstellerin, aber durchaus auch Expertin, schreibt sie doch vornehmlich historische Romane, die neben der literarischen Qualität stets sehr solide recherchiert sind. Interessant gleichwohl: Ganz schnell kam bei Zeit-Online ein kritischer Leserbrief, der der Autorin vorwirft, Luther bzw. seine Biographie mangels Wissen/Verhältnis zum christlichen Glauben gar nicht verstanden zu haben.Ein durchaus streitbarer Artikel also zudem.
Ebenso als kleiner Vorgriff die oben schon einmal erwähnte nachfolgende Liste, die nichts anderes ist als ein Teil des Inhaltsverzeichnisses vom Wikipedia-Artikel ,,Liste christlicher Konfessionen".

VG Lo

Lo: Referatsthemen

Hallo, wie gewünscht hier noch einmal die nächsten zwei Referatsthemen. Beide stehen im Kontext des Themas der verschiedenen Spielarten lutherischer Konfession. Ab nächste Woche Donnerstag sollt ihr bereit sein.

Kevin: Die Reformation im Königreich England unter Heinrich VIII: Motive, Mittel (meint: wie durchgeführt/durch-gesetzt), Folgen (meint: Spezifika/Charakteristika der entstehenden anglikanischen Kirche, sowohl was den Aufbau/die Administration angeht wie auch religiöse Werte/Normen). Schlussfrage: Ist das eigentlich als Reformation im Sinne Luthers zu beurteilen?

Moritz: Die Wiedertäuferbewegung: Spezifika/Charakteristika (Werte/Ziele/Normen...), kurzer(!) Exkurs zu Münster, Verhältnis zu Luther/zur lutherischen Reformation, Schicksal der Wiedertäuferbewegung/Spuren bis heute innerhalb und außerhalb der evangelischen Kirche. Schlussfrage: Sind das die wahren Lutheraner gewesen?

Ansonsten git für alle, die 12 Artikel fertig zu analysieren. jeder könnte allein mit Hilfe seiner Notizen zum Arbeitsauftrag referieren.

VG Lo

Lo: Referat am 20.10.: Paul

Hallo Paul, nun haben wir es doch vergessen, über dein Referat nach den Ferien zu sprechen. Hier das Thema, welches im Zusammenhang zum Reichstag zu Worms 1521 steht.

Der Reichstag (von 1521): Wie arbeitet und beschließt er?
Impulse: Wer darf teilnehmen (Personengruppen, durchaus auch versuche herauszukriegen, um wie viele Personen es sich bei jedem Stand handelte). Wer darf mitentscheiden? Wie werden Entscheidungen getroffen? Gilt nur die allgemeine Versammlung oder gibt es Gremien? Wenn ja, gibt es da eine Hierarchie/Abhängigkeit? Gibt es exklusive Berater-Gremien für den Kaiser? - Ist der RT also so etwas wie eine demokratische Instanz (wenn auch nur für die sogen. Eliten oder ist er Politfolklore, denn der Kaiser entscheidet alles?

Wenn du direkt zum Reichstag zu Worms 1521 nichts findest, machst du es für den Reichstag im Spät-Mittelalter (Achtung: Aber nach der Reichsreform, die wir besprochen haben). Beim Kaiser und herausragenden/wichtigen Persönlichkeiten kannst du aber schon personalisieren (Wer genau war 1521 dabei? Wie sieht es etwa mit Albrecht von Brandenburg, der ja 1517 Elf von Mainz war und der sich von Luther explizit angegriffen fühlte, aus?

So, genug der Impulse, mach was draus. Viele Grüße und schöne Ferien, Lo

Lo: Hinweise zu unserer Klausur am 18.10.

Hallo,
wie schon ausgeführt, stehen methodisch die quellenkritische Einleitung sowie WG/ZF sowie inhaltlich das Kapitel Krise des SpätMA im Mittelpunkt.
Welche Punkte für eine vollständige quellenkritische Einleitung abzuarbeiten sind, warum und wofür jeder einzelne Punkt dabei wichtig und unverzichtbar ist, was überhaupt der Sinn einer Quellenkritik ist - das alles sollte sitzen, das alles sollte jeder auch erklären können.
Daneben muss der Nachweis erbracht werden können, eine solche quellenkritische Einleitung auch verfassen zu können. Das kann man üben. Wenn es nötig ist, auch jeden Tag der Ferien einmal, denn mehr als 20 Minuten sollte man dafür nicht brauchen. Wer das wirklich anhand der Quellen aus dem Lehrbuchkapitel in den Ferien durchzieht, hat sich dann auch noch alle Quellen verinnerlicht. Und somit sich auf die inhaltliche Komponente der Arbeit vorbereitet.
Da methodisch nur Aufgaben aus den AE I und II kreiert werden können, muss dann zwangsläufig die letzte Aufgabe einen Operator der AE III umfassen. Ausgehend von der Quelle gilt es dann also Entsprechendes zu leisten. Das Kapitel zur Krise des SpätMA ist dabei Basis, wir hatten da den Krisenbegriff, den Modernisierungsbegriff und eben historische Teilaspekte. Das beginnt mit der Frage nach Ursachen und Auslösern (etwa der kleinen Eiszeit), geht über die Pest (Katalysator und Zäsur), die Krise des Reiches bis zur Krise der Kirche. Und diese Auflistung der von uns betrachteten Aspekte ist nicht vollständig. Haltet euch einfach ans Buch.

Also: Ich korrigiere in den Ferien die anderen Arbeiten weg und ihr lernt schön, damit ich auch sofort nach den Ferien wieder was Schönes zum Korrigieren habe.

Viele Grüße und schöne Ferien

Lo

Lo: TB vom 29.09.

1517 - "Ausbruch" der Reformation?

Auslöser: zunehmend öffentlich geführte Diskussion um die 95 (akademischen) Thesen des Augustiner-Mönchs und Uni-"Dozenten" einer unbedeutenderen Stadt im Reich, Dr. M. Luther

Luthers Intention: im engeren Sinne: akademischer Disput um/über seine Thesen
                          im weiteren Sinne: Sorge um Seelenheil (eigenes, das der ihm anvertrauten Laien)

unbeabsichtigt: Stich ins Wespennest -> "Vermischung von Geld, Politik und Frömmigkeit", kulminierend ion der Person des kirchlichen "Dienstherren" Luthers: Albrecht von Brandenburg (Ämterhäufung, Simonie, Veruntreuung/Bestechung, Kampf um mascht und Einflus für sich und sein Adelsgeschlecht); dazu gerät auch der Papst ins Visier (hier: erlaubt all das per Dispens und verdient mit) <- vgl. hierzu das Schubild zu Lb. 60/M1, Nr. 1 (Extrablatt)

letztendlich: Luther wird zunehmend verstanden als einer, der für die Reform der Kirche an haupt und Gliedern steht, sieht sich selbst aber als einer, der nur einen Misstand innerhalb der Kirche diskutieren und (in seinem Sinne) abstellen will (sieht sich zu diesem Zeitpunkt weder als Gegner von Papst und Erzbischof, noch als Feind/Bedrohung der Kirche, noch als "allgemeiner Reformator")

 

Lo: Zu WG und ZF hier Formulierungshilfen:

Floskeln ZF-WG.docx (98,4 KiB)

HA: Überarbeitet eure Wiedergabe (M2, Braunschweiger Schichten) entsprechend dieser Floskeln und übt, indem ihr bis einschließlich Z. 27 wiedergebt. Beachtet dabei auch die Mittel der Redewiedergabe! Genau eine Woche habt ihr dafür Zeit. Zur nächsten Stunde lest ihr noch einmal den VT im Lehrbuch zum Thema Reichsreform. Lesen meint hier durcharbeiten, also auch in den noch nicht gelesenen Abschnitten mit dem Marker das (für euch) Relevante hervorheben, evt. Notizen am Rand formulieren.
VG Lo

Hal/Lo: Lehnswesen

Zum Problem der (pol.) Reichskrise bzw. Reichsreformbestrebungen hier noch eine Übersicht zum Lehnswesen. Genau dieses Modell funktioniert im SpätMA nicht mehr (Druckmittel des Lehnsentzuges nicht mehr vorhanden, aus Vasallen/Lehnsmännern werden Landesherrn, es entstehen LH-Dynastien, die um Autonomie für sich und ihr Territorium kämpfen, etwa durch Erlangung von Privilegien für Dienste, die sie als Lehnsmänner ohnehin hätten leisten müssen), insofern ist diese Krise des Lehnswesens auch ein wichtiger Aspekt der Krise des SpätMA, insbes. der pol. Krise des Reiches.

Lo: Hier unser TB zur ZF von Lb. 44/M4

ZF M4.pdf (225,9 KiB)

Hallo,
hier finden sich Materialien, die im Unterricht der beiden LKs eine Rolle spielen. Tafelbilder, Internetlinks, Zusatzmaterialien, Hausaufgaben, methodische Hinweise.
Wir haben entschieden, für beide Kurse diesen einen Ordner zu nutzen. Ein Blick von euch lohnt also immer, denn auch die Nachrichten/Materialien des anderen Kurses können interessant bzw. hilfreich sein.
Viele Grüße, Hal und Lo

Lo: Tafelbild zur Partizipationsbewegung in den Städten des MA, 06.09.2016

TB allgemein PartizBew. in Stadt des MA.pdf (270,8 KiB)

Lo, Nachtrag 06.09.: Unsere HA ist ja das Überarbeiten der Einleitung zu M1 (Kopie). Dafür könnt ihr gern die folgende Übersicht nutzen, druckt sie euch ruhig schon aus oder speichert sie zumindest ab. ABER: Die Seite 1 (Quellenkritik) müsst ihr noch nicht beachten, das sol und muss noch nicht in eure Einleitung.
VG Lo

Hal/Lo: Hier das Material zur quellenkritischen Einleitung:

Quellenkrit. Einleitung Hinweise.docx (18,3 KiB)

Lo: Nachtrag zur Stunde vom 01.09.

Hier noch ein Link, welches kurz und knapp die soziale Schichtung einer mittelalterlichen Stadt darstellt.

Als HA gilt es also zuerst die Lehrbuchseiten 38-40 intensiv zu lesen, also Markierungen und Randbemerkungen vorzunehmen, evt. eigenständig Notizen anzufertigen. Daneben recherchiert bitte zu den Braunschweiger Schichten 1374. Dazu ist sehr leicht etwas im Internet zu finden.

Allgemein zur Stadt im Mittelalter gibt es natürlich auch wieder etwas auf YouTube, z.B. hier wieder der uns bekannte Herr mit einem Rundumschlag, der etwas über eine Viertelstunde dauert.

Mit den Operatoren sind wir nun durch, ich mache da keine Exkurse oder Erklärungen mehr. Sondern ich erwarte, dass ihr euch nun damit auseinandergesetzt habt und sie also (leidlich) kennt. Was ich auch überprüfen möchte. Wer immer noch Impulse braucht: Auch dazu findet sich etwas auf YouTube. Sie sagt allerdings mehr über die Quelleneinleitung bzw. -arbeit. Bei den meisten Dingen gehe ich auch mit. Also: Ansehenswert.

VG Lo

Lo: HA zu nächste Woche Dienstag, 06.09.: Lb. 29 unten

Hier die Zitate, die ihr evt. nutzen könnt:

Das freundliche Monster Fortschritt (Tom Strohschneider,  nd 18.08.16)

Ich fürchte, der Fortschritt wird seine Kinder als elektrisch beleuchtete Barbaren entlassen. Th. Fontane

Denkt daran: Ziel 1 Seite, E-H-S, 2 Argumente.

Clara iund ich haben heute ganz vergessen, dass sie ihr Referatsthema in aller Genauigkeit bekommt, deswegen kommt das hier: Die Goldene Bulle von 1356 - Erkläre, was mit diesem Dokument warum wie geregelt wurde. Beurteile die Folgen für das Reich, gehe dabei aus vom Verhältnis Zentralgewalt <-> Partikulargewalt und dem Ziel der politischen Stabilität im Reich. 

VG Lo

Lo: Material zur Doppelstunde am 25.08.

Hallo,
die Fotos vom Tafelbild zur Krise des SpätMA (18.08.) habe ich weiter unten, an passender Stelle, eingefügt.
Hier drunter kommen die aus der heutigen Quelle herausgearbeiteten Merkmale zum Verlagswesen. Die heute Fehlenden können (im eigenen Interesse: sollten!) die Aufgabe unterhalb der Auflistung noch machen.

Die HA noch einmal: Stelle zur nächsten Stunde 2 Persönlichkeiten aus der Zeit der Renaissance/des Humanismus bzw. des Frühkapitalismus vor, die du für typisch hältst. Sei es als Vertreter der Renaissance (z.B. Künstler), sei es als Vertreter des Humanismus (z.B: Gelehrte), sei es als Vertreter des Frühkapitalismus (etwa "Unternehmer", Verleger, Bankiers...), idealerweise verknüpfen sich in der Biographie beide Aspekte. Da Vinci, Cranach und Dürer sind schon weg.
ZU jeder Person kannst du 60-90 Sek. frei sprechen. Medieneinsatz ist nicht gefordert. Du umreißt das Leben (Tätigkeitsfeld) und begründest, warum du diese Persönlichkeit für typisch hältst.

Ich wünsche ein hochsommerliches WE, VG Lo

Lo: Wie gewünscht hier unser (chaotisch anmutendes) Tafelbild von heute und danach ein Versuch zum gleichen Thema als Denkansatz für euch

Hal/Lo: Ein Artikel über Cranach als Künstler und Unternehmer der Zeit. Kann ihn jemand lesen und nächste Stunde kurz den Zusammenhang zu unserem Thema herstellen?

Artikel ueber Cranach FAZ 4.6.1994Lob der Kunstfabrik.pdf (467,3 KiB)

Lo: (Haus-)Aufgabe plus Ausblick

Ihr sollt nun abschließend das SpätMA beurteilen: Zeit der Krise oder nicht?
Basis ist Lb. 22/M3, letzter Absatz, zu diesem positioniert ihr euch.

1. Was meint beurteilen? -> durch kriterienorientierte Untersuchung zu einem Sachurteil gelangen
2. Welche Kriterien? -> nutzt  eure Mindmaps zum Krisenbegriff.
3. Wie viele Kriterien? -> mind. 4
4. Ist die Auswahl der Kriterien egal? -> Nein, denn ihr sollt euch nicht vorschnell festlegen. Ganz im Gegenteil: Wenn ihr eure Haltung erkannt habt, überprüft ihr ganz gezielt, ob es Kriterien bzw. davon abgeleitete Argumente gibt, die eure Position relativieren kann oder gar eurer Position widerspricht. Sofern es solche Argumente gibt, dann bringt sie ebenfalls. 
5. Ist die Reihenfolge der Argumente egal? -> Denkt an die Erörterung, die Reihung ist nie egal. Zum einen solltet ihr nach Stärke/Überzeugungskraft sortieren, zum anderen etwaige Relativierungen/Gegenargumente direkt an die entsprechenden Argumente koppeln.
6. Was ist sonst zu beachten? -> Textstruktur E-H-S, Redewiedergabemittel und Textverweise (Welches Material?).

Wir starten dann mit der Renaissance, ich empfehle wieder die beiden Leute von YouTube: Hier ist die Frau, hier der Mann.

LG Lo

Hal/Lo: Ergänzung: Krisenbegriff bei Kosellek

Hier der entsprechende Auszug aus dem wikipedia-Artikel zum Wissenschaftler (Zugriff am 17.08.2016). Sein entscheidender Gedanke ist wohl der der Beschleunigung. Ausgehend davon, dass ab der Neuzeit die Zeit sich zu beschleunigen scheint und in Verbindung damit, dass Kosellek die technische und ökonomische Entwicklung bzw. ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft als negativ zu sehen scheint, ist ihm diese Beschleunigung wesentliches Merkal einer krisenhaften Entwicklung. Kosellek scheint also eine eher pessimistische Sicht auf die Entwicklung der Menschheit z haben, ein eher negatives Geschichtsbild (Rückgriff auf unsere erste Stunde!). Hier also der Auszug aus wikipedia:

"In späteren Veröffentlichungen verwendet Koselleck weiterhin den Krisenbegriff, um die Bedingungen der Neuzeit zu diagnostizieren. Die Entstehung der bürgerlichen Welt wird indessen nicht mehr allein auf der politischen Ebene verhandelt, sondern auch mit den sozialen, technischen und ökonomischen Veränderungen erklärt. Den Krisenbegriff definiert er zu einer historischen Erkenntniskategorie um. Hatte er in Kritik und Krise die Krise als Krankheit und die Moderne als Verfall eines ursprünglich gesunden Organismus diagnostiziert, verwendet er später einen historischen Begriff, welcher die zeitliche Dimension der Beschleunigung beschreibt. Die Metaphorik der Krankheit wird aufgegeben. Nicht mehr als Pathogenese wird die Entstehung der modernen Welt begriffen, sondern lediglich als eine historische Veränderung der gesellschaftlichen Zeitstrukturen. Als untrügliches Kriterium der Neuzeit betrachtet er ihre Bewegungsbegriffe wie zum Beispiel „die Revolution, der Fortschritt, die Entwicklung, die Krise, der Zeitgeist, alles Ausdrücke, die zeitliche Indikationen“ enthalten. Die Beschleunigung der neuzeitlichen Welt begreift er nun als Krise und spricht von „anwachsendem Zeitdruck“, gar von „apokalyptischer Zeitverkürzung“, dem die Menschheit nicht zu entrinnen scheint. Es geht ihm nunmehr darum, eine Kritik der Gefahren des technischen Fortschritts zu formulieren und in der Entwicklung der Technik immer neue Verfalls- und Krisenmöglichkeiten (genannt werden Atomkraft und Atombombe), ja Katastrophen zu beschwören, die die Menschen mit ihren technischen Verfügungsgewalten selbst über sich herbeizuführen fähig geworden sind. Gleichwohl sieht er die konkrete Möglichkeit des Untergangs oder der Krise nicht allein in der Beschleunigung der technischen Welt, sondern auch weiterhin als politische Krise im Horizont des Weltbürgerkrieges."

Neben Kosellek solltet ihr noch Vierhaus konkret bennennen können. Er sah ja eine konkrete Datierbarkeit (Anfang, Höhepunkt, Ende), das Umfassen vieler/aller gesellschaftlicher Bereiche, die diskontinuierliche (Geschwindigkeit, Richtung Entwicklung inclisive des offenen Ausganges als wesentliche Merkmale einer Krise. Verfall und Niedergang an sich seien also,nicht automatisch mit Krisen gleichzusetzen.

So, das wertet unser spontanes Tafelbild, welches folgt, vielleicht noch etwas auf.

Lo: ergänzendes Tafelbild zum Begriff Krise, 16.08.

TB LK GE 16.08..pdf (307,6 KiB)

Lo: Referate

Hallo,
nachdem wir die ersten Referate eingeteilt haben, hier die Anforderungen:
1. Nicht kürzer als 10, nicht länger als 15 Minuten
2. mind. 1 Quelle ist wichtiger Referatsbestandteil. An und mit der Quelle wird gearbeitet und aufgezeigt.
3. Kopien bzw. technische oder andere Wünsche (z.B. eher in den Raum, um die Tafel vorzubereiten) mind. am Vorabend bis 20.00 Uhr zu mir.
4. Wenn ich zum Referat auffordere, geht es sofort los (dann keine Vorarbeiten, Vorbereitungen mehr möglich).
5. Für die Rezipienten ist ein Thesenpapier vorbereitet. Anforderungen siehe unten.
VG Lo

Lo: EVA für 09. und 11.08.

Hallo,
wie versprochen und sicher sehnlichst erwartet hier die EVA-Aufgaben für euch:
1. Erstelle eine mind-map zum Begriff Krise. Nutze dazu den VT auf S. 20 oben sowie die Quelle 20/M1 und die Quelle 21/M2.
2. Lb. 22, Nr. 2 (zu M2): Die Unterschiede kannst du auch in deiner mind-map (etwa durch farbige Markierungen) verdeutlichen.
3. Ergänze mit Hilfe des ersten Clips (siehe unten), es ist der mit der Frauenstimme, indem du die ersten Minuten zum Krisenbegriff dort dir anschaust.
Das sollte für die einen 90 Minuten reichen.

4. Schau dir nun die beiden Clips an und notiere, welche Teilkrisen, Krisenmerkmale, Krisenerscheinungen... genannt wurden. Ergänze jeweils mit ein paar Stichpunkten, so dass du zu jedem Begriff auch ein paar Sätze sagen kannst. Versuche auch hier (etwa durch farbige Markierungen) zu verdeutlichen, welche Information es in den einem Clip, welche im anderen und welche es in beiden Clips gab.

In der Summe sollen eure Notizen abgabefähig sein bzw. euch als Grundlage dienen, ein Impulsreferat zu einer der Aufgaben zu halten. Natürlich dürft ihr auch zusammenarbeiten, aber jeder hat eigene Notizen (und nicht einer nur eine Kopie der Aufzeichnungen eines anderen).

5. Macht euch mit den Operatoren vertraut.

Bis zur nächsten Stunde! Viele Grüße, Lo

 

Lo:

Hallo,

willkommen in unserem Ordner auf der Bibliotheksseite. Was werdet ihr hier finden?

1. Hausaufgaben. Es folgt in diesem Kontext Grundregel Nummer 1 für meinem Kursunterricht: Es gibt keine Ausrede, die vor 00 Notenpunkten schützt, wenn man "ohne" erwischt wird.

2. Immer einmal wieder Tafelbilder.

3. Durchaus einige Materialien, auch Zusatzmaterialien, die man fakultativ durcharbeiten kann.

4. EVA-Aufgaben. Für diese gilt natürlich auch die Grundregel Nr. 1.

5. Bei längerfristigen Gruppenarbeiten werden hier auch die Arbeitsaufträge zu finden sein.

Und jetzt freuen wir uns auf spannende Themen!

Als Einstieg mal ein kleiner youtube-"Film" und noch einer von der Art, die einführen können.

VG Lo